Brautladen

Es gibt Ideen, die nicht auf "unserem Mist" gewachsen sind. Das ist der Laden für Brautmoden:

Brautmoden für einen guten Zweck oder ein Traum wird Wirklichkeit

Die Idee für diesen besonderen, vielleicht auch einzigartiken, Brautmodenladen entstand in den Köpfen unserer talentierten Schneiderinnenschülerinnen. Als eine von ihnen selbst heiraten wollte, kam die Frage auf uns zu: "Könntet ihr mir vielleicht ein Brautkleid in Weiß zaubern?"
Eine vergleichsweise kleine Bitte, die den Samen für ein großartiges Projekt säte.

Zu Beginn schien es kaum vorstellbar, dass Menschen bereit wären, ihr Brautkleid abzugeben. Doch tatsächlich fand sich erst eine kleine Gruppe, die sich entschloss, ihre Kleider für einen guten Zweck zu spenden und zur Verfügung zu stellen. Hingen ja nicht zuletzt viele Erinnerungen an einem solchen Kleidungsstück. Und so nahm das Projekt seinen Anfang.

Ein Brautkleiderverleih war schnell aufgebaut.  Mit den vielen praktischen Fähigeiten und Fertigkeiten der Schülerinnen der Schule waren auch Änderungen kein unüberwindbares Problem.
Kein Thema! Schmäler machen ear ja leicht, breiter war schon etwas kniffliger. Aber keine Sorge: Mit kreativen Lösungen, wie Erweiterungen aus Vorhangsstoff, wurde jedes Kleid einfach passend gemacht.

Die nächste Herausforderung war die Rückgabe der Kleider. Wie stellt man sicher, dass die Kleider, nach der Hochzeit den Rückweg auch wirklich finden.
Die Lösung war ebenso einfach wie einfallsreich. Ein Mitglied des Teams begleitete die Braut zur Hochzeit und am Ende wurde das Kleid zurückgegeben.
So ungewöhnlich das auch klingen mag, es funktionierte!

Mit der Zeitsprach sich das Konzept herum, und der Brautladen wuchs zu einer festen Einrichtung. Sowohl die Sammlung bei uns hier in Deutschland, als auch das Angebot des Brautladens vor Ort in Kenia.

Heute umfasst das Angebot nicht nur den Verleih, sondern auch den Verkauf von Brautkleidern.
Die Erlöse aus dem Verkauf fließen direkt in das Projekt und finanzieren unter anderem die Betriebskosten, wie Stromrechnungen, Reparaturen und die Wartung von Nähmaschinen.

Es ist schon ein berührender Anblick, wenn sich das glücklich strahlende Gesicht einer kenianischen Braut hinter einem weißen Kleid verbirgt. Das Projekt hat nicht nur den Brautmodenmarkt bereichert. Es bereichert auch die Menchen mit dem guten Gefühl, eben die Menschen zu unterstützen, die damit die Möglichkeit haben einen wichtigen Festakt gebührend zu feiern. Es ist eben nicht nur eine Klamotte, sondern ein Anlass, der weit über den Tag hinaus wirkt.

Eindrücke und Aussagen aus dem Projekt:
"Es war eine der besten Entscheidungen meines Lebens, Teil dieses Projekts zu sein."

Eine unserer Schülerinnen: "Als ich das erste mal an einem Brautkleid arbeitete, jhätte ich nie gedacht, etwas so Schönes fertigzustellen."

Einer der Verantwortlichen: "Wir sind stolz darauf wie weit wir gekommen sind. Als kleine Idee hatten wir angefangen, heute unterstützen wir eine Gemeinschaft."

Zum Schluss: Falls sie ein Brautkleid zur Verfügung stellen können und das auch wollen, sehr gerne.
Falls der Weg zu weit ist, nehmen wir auch gerne das Kleid per Post in Empfang!

Impressionen